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Im September 1951 erschien das erste Heft einer langen Zeitschriftenreihe für Kinder

unter dem Titel

Walt Disney‘s - Micky Maus - Das bunte Monatsheft



Heft 1[]

Micky Maus - Heft Nr


Heft Nr. 1 - September 1951


30 Seiten

Inhalte:


Heft 2[]

1951-heft2-titel







Walt Disney's - Micky Maus - Das bunte Monatsheft - Nr. 2 - Oktober 1951


Inhalte:




(auskommentiert Absätze für Heft 3 - 4)

Eine neue Sprache[]

Sprachwächter, wie etwa die Duden-Redaktion in Mannheim, sind irritiert, von dem, was in diesen Heften passiert: Grübel, grübel in einer Sprechblase neben Donald, heißt eben: Er läuft verzweifelt im Zimmer rum und denkt nach. Nur wird das nicht ausgeschrieben. Beim Vorlesen oder Lesen müssen sich die Zuhörenden das selbst ausmalen. Und das gelingt dank der Zeichnungen hervorragend.

Den Sprach- und Sittenwächtern gefällt das gar nicht. Sie befürchten eine Verdummung der deutschen Jugend. Dabei rettet die Übersetzerin und gelernte Germanistin Erika Fuchs mit ihrer an Dichtern wie Schiller und Hölderlin geschulten Sprache, jedoch einige Vokabeln, z. B. das "blümerant", vor dem Aussterben. Tatsächlich ist sie eine Sprachkünstlerin, die mit den Worten des Literaturkritikers Denis Scheck "Deutsch verändert". 1951 sieht das noch gar nicht danach aus. Von den 300.000 Exemplaren der ersten Ausgabe wandert auch nur knapp die Hälfte über den Ladentisch. Zu ungewohnt, zu teuer. Aber es wird gekauft: wegen der Farben im grauen Nachkriegsdeutschland. Wegen einer Sprache, die zum Mitdenken einläd. Und Gut und Böse sind deutlich getrennt. Wer die amerikanischen Soldaten ablehnt, kann aber nichts gegen die Enten und Mäuse aus Amerika haben. Es ist ja auch immer etwas Bildung kindgerecht in den Geschichten verpackt. Die weite Welt kommt in die Küche oder den Hof, lange bevor es Fernsehen oder bunte Kinofilme in jedem Dorf oder Stadtviertel gab. Den Kindern gefallen die Geschichten prima. Im jeweiligen Freundeskreis sind die Heft hoch begehrt.

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